Atemschutznotfall: Intensive Ausbildung im LB23

Güdingen. Beim gestrigen Übungsdienst am Donnerstagabend stand für die Atemschutzgeräteträger des Löschbezirks 23 Güdingen das anspruchsvolle Thema Atemschutznotfall auf dem Ausbildungsplan. Sechs Atemschutzgeräteträger (AGT) stellten sich einer intensiven Übungseinheit, bei der sowohl theoretisches Wissen als auch das praktische Vorgehen im Notfall gefordert waren.

Zum Auftakt fand ein gemeinsames theoretisches Ausbildungsgespräch statt. Ziel war es, das Wissen auf einen einheitlichen Stand zu bringen, Abläufe abzustimmen und die Grundlagen für ein sicheres und strukturiertes Vorgehen bei einem Atemschutznotfall zu schaffen.

Vom Theoriegespräch in die praktische Übung
Als Übungsobjekt diente eine ehemalige Lkw-Grube, die für die Ausbildung als Übungskeller genutzt wurde. Das angenommene Szenario: Bei einem Atemschutzeinsatz war der Rückzugsweg eines Trupps eingestürzt. Ein Atemschutzgeräteträger wurde dabei verletzt und konnte den Gefahrenbereich nicht mehr selbstständig verlassen.

Der Sicherheitstrupp musste daraufhin über ein Kellerfenster in den Übungsbereich einsteigen, den verunfallten Kameraden auffinden und die erforderlichen Rettungsmaßnahmen einleiten. Dabei galt es zunächst, die Atemluftversorgung sicherzustellen und den Verletzten für die Rettung vorzubereiten.

Eine besondere Herausforderung stellte die beengte Platzsituation dar. Auf engstem Raum musste die Transportfähigkeit des Verunfallten hergestellt werden, bevor die Rettung eingeleitet werden konnte. Schließlich gelang es, den verunfallten Atemschutzgeräteträger mithilfe einer Schleifkorbtrage durch eine Kelleröffnung aus dem Übungsbereich zu retten.

Sicherheit und Motivation im Fokus
Vor Beginn der praktischen Übung wurden das Szenario, die örtlichen Gegebenheiten und die bekannten Gefahrenstellen gemeinsam besprochen. Dabei wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich um eine kontrollierte Übung handelt und niemand tatsächlich zu Schaden kommen soll. Die Sicherheit aller Übungsteilnehmer hatte während der gesamten Ausbildung oberste Priorität.

Die hohe Motivation der sechs Atemschutzgeräteträger zeigte sich sowohl im theoretischen Austausch als auch bei der praktischen Umsetzung. Gerade bei einem Atemschutznotfall müssen Handgriffe sitzen, Abläufe ineinandergreifen und Entscheidungen auch unter schwierigen Bedingungen sicher getroffen werden.

Wir machen’s mit Sicherheit – Löschbezirk 23 Güdingen.