Am späten Nachmittag wurden wir zur einer ausgelösten Brandmeldeanlage zur Sonnenberg Klinik alarmiert. Auf der Anfahrt kam über Funk die bestätigung, dass eine reales Brandereignis vorliege. Die Haupteinsatzzentrale hat daraufhin weitere Kräfte parallel abfahren lassen.

Bei Ankunft wurden wir durch Mitarbeiter eingewiesen und zur Brandörtlichkeit im Untergeschoss geführt. Es brannte ich der hauseigenen Kapelle, angrenzende Stichflure waren mit dichten Brandrauch gefüllt. Die brandschutztechnischen Einrichtungen erfüllten ihren Zweck und schotteten den Brand in dem geschlossenen Raum ein und verhinderten eine unkontrollierte Ausbreitung. Es bestand die Vermutung, dass sich noch Personen in Gefahr befinden würden.

Über den Innenhof starteten wir einen Innenangriff unter Atemschutz mit einem C-Rohr. Dabei wurden wir durch einen weiteren Trupp der Berufsfeuerwehr unterstützt. Vor dem Objekt machte sich ein Sicherheitstrupp bereit. Die beiden Trupps drangen ein und suchten den Brandraum und Flure nach Personen ab, parallel wurde die Brandbekämpfung eingeleitet. Das Feuer konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden. Der Brandrauch stellte der Einsatzleiter vor eine Herausforderung , diesen gezielt aus dem Gebäude zu belüften. Bis zum Feuer aus, waren acht Trupps unter Atemschutz im Einsatz. In der Kapelle kam es selbst zu einem nicht unerheblichen Schaden.

Seitens des Rettungsdienstes wurde ebenfalls etliche Rettungswagen (RTW), Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) und Krankentransportwagen (KTW)samt Organisatorischen Leiter (OrgL) und dem Leitenden Notarzt (LNA) an die Einsatzstelle entsandt. Glücklicherweise musste niemand behandelt werden oder wurde bei dem Einsatz verletzt.

Nach rund 2,5 Stunden Einsatzdauer konnte „Feuer aus“ gemeldet und der Einsatz beendet werden. An der Einsatzstelle wurde noch die Hygienestufe durchgeführt und unser Einsatzfahrzeug aufgerüstet. So waren wir gegen 20 Uhr wieder einsatzbereit im Standort. Wie es zu dem Brand gekommen ist, werden die Ermittlungen der Polizei zur Brandursache zeigen, die Feuerwehr kann hierzu keine Auskunft geben.
Unsere Ortskenntnis aus unzähligen Fehlalarmen an diesem speziellen Objekt und die Einsatzerkenntnisse aus vergangenen realen Brandereignissen waren für die Durchführung der Einsatzmaßnahmen sehr hilfreich. Der Einsatz kann rückblickend als sehr professionell betrachtet werden.
Wir danken als örtlicher Löschbezirk allen beteiligten Einsatzkräften, bei der nun zweiten Bewältigung eines realen Brandereignis in diesem Sonderobjekt in kurzer Zeit.

























