Im Rahmen der vergangenen Dienstplanübung wurde die Rettung einer verletzten Person aus einer Tunnelröhre, durch die die Saarbach fließt, realitätsnah geübt. Als Übungsszenario wurde angenommen, dass eine Person beim Magnetfischen in der Tunnelröhre verletzt wurde und anschließend durch die Feuerwehr gerettet werden musste. Eine der ersten Herausforderungen bestand darin, sicher zur verletzten Person hinabzusteigen. Hierfür musste eine Höhendifferenz von etwa vier bis fünf Metern mithilfe tragbarer Leitern überwunden werden.

Nach dem Erreichen der Person erfolgte zunächst die medizinische Versorgung, anschließend wurde sie für den weiteren Transport gesichert und vorbereitet. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten entschied sich die Einsatzleitung für den Einsatz eines Schlauchbootes. Im teilweise kniehoch stehenden Wasser des Flussbettes konnte die verletzte Person damit sicher bis zum vorgesehenen Leiterpunkt transportiert werden. Dort erfolgte die eigentliche Rettung aus der Tunnelröhre. Die Person wurde in einer Korbtrage gesichert und über die tragbaren Leitern mittels einer sogenannten schiefen Ebene nach oben gebracht. Anschließend konnte sie an den Rettungsdienst übergeben werden.

Neben der eigentlichen Personenrettung standen bei der Übung zahlreiche weitere Ausbildungsinhalte im Mittelpunkt. Die Führungskräfte mussten sich untereinander abstimmen, Einsatzabschnitte bilden und die einzelnen Maßnahmen koordinieren. Gleichzeitig wurden die technischen Fähigkeiten der Einsatzkräfte gefordert und trainiert. Dazu gehörten unter anderem der sichere Umgang mit verschiedenen Rettungsmitteln, das Anwenden von Stichen und Knoten sowie das Einrichten und Nutzen geeigneter Haltepunkte. Weiterhin musste die Örtlichkeit gegen den fließenden Verkehr abgesichert werden.

Auch wenn es sich auf den ersten Blick um eine kleine Übung handelte, stellte das Szenario die Einsatzkräfte vor vielfältige Herausforderungen. Die beengten örtlichen Verhältnisse, die Höhenrettung, das Arbeiten im Wasser sowie die notwendige Koordination aller Beteiligten erforderten ein konzentriertes und abgestimmtes Vorgehen.

Alles in allem eine kleine, aber anspruchsvolle Übung, bei der die Einsatzkräfte ihr Können unter Beweis stellen und wichtige Handgriffe sowie die Zusammenarbeit für den Ernstfall trainieren konnten.


