DB - Notfallmanager zu Gast

Veröffentlicht am: 03.12.2013

Am Donnerstag, 28.11.2013 besuchte uns einer von sechs Notfallmanagern der Deutschen Bahn, welche im gesamten Saarland schichtweise in Bereitschaft sind. Das AEG ( Allgemeine Eisenbahn Gesetz ) verpflichtet die Deutsche Bahn bei Schadensfällen oder Ereignissen im Bahnbereich bei der Schadensbekämpfung mitzuwirken. Diese Mitwirkung erfolgt neben den technischen Maßnahmen der bahneigenen Fachdienste, wie Wartung und Reparatur ihrer Bahnanlagen, in der Funktion von Notfallmanagern, die vor Ort die Hilfsorganisationen unterstützen sollen.

Die oberste Aufgabe des Notfallmanagers ist es, für die Sicherheit aller eingesetzten Kräfte im Bahnbereich zu sorgen. Die Hauptgefahr bei Unfällen im Bahnbereich sind die Oberleitungen, die mit 15000 Volt für den Antrieb der überwiegend elektrisch angetriebenen Schienenfahrzeugen sorgen.

In diesem Fall hat der Notfallmanager in seiner Person vor Ort für die Erdung vor und hinter der im Gleisbereich liegenden Unfallstelle zu sorgen. Durch eine Faxbestätigung wird weiterhin die Sperrung der Strecke von der Haupteinsatzzentrale der Deutschen Bahn in Frankfurt an die Einsatzleitung mitgeteilt. Im weiteren Verlauf der Einsätze dient der Notfallmanager als Fachberater der örtlichen Einsatzleitung. Er ist mit einer orangefarbenen Jacke ausgestattet, auf deren Rückenschild "NOTFALLMANAGER" aufgedruckt ist.

Außerdem wurden wir für andere Gefahren sensibilisiert, wie zum Beispiel Geschwindigkeiten (300 km/h, ICE) und dem daraus resultierenden Bremsweg von bis zu drei Kilometern, die enorme Sogwirkung eines vorbeifahrenden Zuges, das Gewicht eines Schienenfahrzeugs (jenseits der 100 to) usw…. Dieses Transportmittel birgt viele Gefahren für Personen und Güter, auch in unserem Ort, wenn es mal zu einem Unfall kommen sollte.

Für unseren Löschbezirk ist der Unterricht sehr wertvoll gewesen, da wir in Güdingen aufgrund der Gleisanlage und der Bahnübergänge ebenfalls von möglichen Einsätzen betroffen sein könnten.
Zwar gab es noch keinen ernsteren Bahnunfall in Güdingen, aber zahlreiche Einsätze, welche durch Unwettern oder Flächenbrände ausgelöst wurden, führten dazu, dass Einsatzkräfte hier und da den Bahnbereich tangierten. In 2004 wurde eine Person durch eine einfahrende Saarbahn erfasst und zwischen Bahnsteig und Gleiskörper eingeklemmt. Dieses Ereignis ging glimpflich für die Person aus. Normalerweise enden solche Unfälle für die Opfer tödlich bzw. mit schweren Verletzungen.

  Bilder vom Einsatz 02.11.2004  - Person wird von Saarbahn im Bahnhof Güdingen erfasst.

Die genannten Geschwindigkeiten werden in unserem Streckenabschnitt (der aber aufgrund seiner baulichen Substanz ohne weiteres für diese Werte freigegeben werden könnte) nicht erreicht. In der Regel fahren die Saarbahn mit 90 km/h und der restliche Schienenverkehr mit 100 km/h auf der Strecke. Insgesamt drei Bahnübergänge, die für den fließenden Verkehr freigegeben sind, sorgen für weitere Gefahrenpunkte.

  Bilder vom Streckenabschnitt der Deutschen Bahn und der Saarbahn in Güdingen.









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