ANT 2013 - LB 23

Veröffentlicht am: 22.11.2013

Atemschutz Notfall Training 2013

TM. Wie bereits in den bereits in den Jahren zuvor, fand auch 2013 ein Praxistag Atemschutznotfalltraining statt. Aufgrund des  Ausbildungsinhalts kam es dazu, dass diese Ausbildungseinheit an einem Samstag intensiv abgehalten wurde.
Die Ausbilder oder besser Multiplikatoren setzten sich aus erfahrenen Atemschutzgeräteträgern zusammen, die sich neben den Lehrgängen innerhalb der Feuerwehr Saarbrücken oder an der Landesfeuerwehrschule des Saarlandes, privat bei überregionalen bis hinzu bundesweiten Seminaren, Fortbildungsveranstaltungen und der Gleichen weitergebildet haben. Hinzu kommt noch seit vergangenem Jahr unterstützend ein Kamerad von der FW Spiesen-Elversberg, Löschbezirk Spiesen dazu. Er ist dort als Kreisausbilder im Bereich Atemschutz tätig und sieht es zugleich als Erfahrungsaustausch über Gemeindegrenzen hinweg.

Die Teilnehmer setzen sich aus Mitgliedern des Löschbezirks 23 Güdingen zusammen. Dieses Jahr kamen erstmalig zwei Kameraden von unserer befreundeten Wehr aus dem badischen Herbolzheim dazu. Auch dort wurde das Thema ANT in diesem Jahr aufgegriffen. So nahmen dieses Jahr zehn Kameraden an dieser internen Fortbildung teil.

Um 9:00 Uhr starteten wir am Samstag, 18.11.2013, mit einem theoretischen Teil, der das Konzept der Feuerwehr Saarbrücken und generelle, taktische und theoretische Grundlagen vermittelte. So konnten die Teilnehmer gespannt in einem Gruppengespräch Ursachenforschung betreiben, was zu Notfällen im Atemschutzeinsatz führen kann. Nachdem nun allen die Umstände eines Notfalls bekannt waren, wurden die grundlegenden Elemente einer Abwicklung dieser Extremsituation vermittelt.

Nur Theorie kann keinen Atemschutzgeräteträger auf den Einsatz im Sicherheitstrupp vorbereiten. Daher ging es nach einer Pause in Kleingruppenarbeit weiter. An zwei Stationen wurde der Umgang mit der Technik, der Taktik und der Stresssituation geübt. So konnten die Teilnehmer erstmals ihr bisheriges Wissen anwenden. Schwerpunkte waren die Notfallsituation zu stabilisieren, Ursachen zu erkennen und eine geeignete Rückmeldung für weitere Maßnahmen daraus zu formulieren. Weitergehend wurde die Sicherstellung der Luftversorgung in ihren unterschiedlichsten Varianten geübt. Abschließend stand es dann im Vordergrund, die viele Möglichkeiten des Transportes zu trainieren.

Die Zeit verstrich wie im Flug und so stärkten wir uns nach vier Stunden Ausbildung in der Mittagspause mit einem warmen Mittagessen, bevor es danach mit weiteren Praxiselementen weiterging.

Als letzte Ausbildungseinheit wurden in zwei Kleinübungen Fallbeispiele in Szene gesetzt, die durch die SI Trupps selbstständig abgearbeitet werden mussten. Jede Übung hatte dabei ihre Tücken. Im ausgiebigen Nachbesprechungen wurden gemeinsam die Handlungen Schritt für Schritt besprochen.

Abschließend wurde dann eine größere Notfallsituation vorbereitet, bei der ein sogenannter Schwerer Sicherheitstrupp zum Einsatz kam. Hier musste neben der Stabilisierung der Lage, die Luftversorgung gesichert und der Kamerad über mehrere Stockwerke transportiert werden. Alle diese Übungen wurden unter Nullsicht durchgeführt, was das Ganze natürlich erschwerte und anspruchsvoller gestaltete.
Um 17 Uhr und nach acht Stunden anstrengender Ausbildung und anspruchsvollem Training endete dieser erste Teil der Intensivausbildung. Allen hat es bis dahin gefallen und wir zogen eine positive Bilanz.

Als letzten und zweiten Teil folgte am Donnerstag, 21.11.2013, die Einsatzübung mit dem Schwerpunkt einer Atemschutznotfallsituation. In einer real gestalteten Einsatzübung mussten die eingesetzten AGT´s sich nochmals bewähren und das Gelernte ohne weitere Hilfestellung der Multiplikatoren bewältigen. Die Einheitenführer waren ebenso gefordert. Auch für die nicht als AGT eingesetzten Kameraden war das Zusammenspiel zwischen Taktik und Technik von hoher Bedeutung.

Bei einem fingierten Brand in einem ehemaligen Einkaufsmarkt, der baulich durch Eindringtiefe, Geschosssprünge und mehrere Angriffsvarianten viele Anforderungen stellte, sollten die Einsatzkräfte gefordert werden.

Die Ausbilder sorgten dafür, das die AGT unter Nullsichtbedingungen keinen realen Unfall erleideten, indem sie an den entsprechenden Stellen (Treppenabgang) durch Präsenz und mit Hilfestellungen aktiv waren. Alle Entscheidungen wurden den Einheiten- und Truppführern frei überlassen.

So konnte der eigentliche Notfall "AGT stürzt Treppe ab" sehr professionell und zur Freude aller mit Erfolg gelöst werden. Dieser Erfolg und auch kleine Verbesserungsvorschläge wurden in der Nachbesprechung nochmals erläutert.

Das ANT im Löschbezirk wurde in dieser Form nun im dritten Jahr abgehalten. So konnten neben dem regulären Ausbildungseinheiten ( AGT - Lehrgang BFS ) 30 Kameraden des LB 23 in den Genuss kommen, sich intensiv zu diesem Thema fortzubilden.












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