Gemeldet wurde ein Zimmerbrand in einem zweieinhalbgeschossigen Wohngebäude. Vor Ort wurden wir durch einen Anwohner auf der Straße empfangen, aus dem Treppenhaus drang Qualm heraus. In der Dachgeschosswohnung machten sich zwei Personen am Fenster bemerkbar. Auf der Gebäuderückseite, die nur über eine Seitenstraße erreicht werden konnte, standen ebenfalls zwei Personen auf einem Balkon. Deren Flucht über das Treppenhaus war aufgrund der Verqualmung nicht mehr möglich. Eine genaue Anzahl der im Gebäude anwesenden Personen lag zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor.
Massnahmen:
Sofort wurde der Angriffstrupp mit einem C-Rohr unter Atemschutz zur Menschenrettung zum Innenangriff vorgeschickt und durch den Wassertrupp, ebenfalls unter Atemschutz, unterstützt. Bis zum Eintreffen der DLK der Berufsfeuerwehr wurden die Personen im Dachgeschoss beruhigt und aufgefordert sich am Fenster aufzuhalten. Später wurde über den Korb der DLK diese Betreuung fortgesetzt. Auf eine Rettung wurde bis dahin verzichtet, da keine unmittelbare Gefahr für die beiden Personen bestand.
Ein weiterer Trupp, durch die Berufsfeuerwehr eingesetzt, drang in die oberen Geschosse zur Menschenrettung vor. Auf der Gebäuderückseite wurden, durch die TLF Besatzung über Steckleiter, die beiden Personen vom Balkon gerettet und dem Rettungsdienst übergeben. Nachdem wir die Personen befragen konnte, war schnell klar, dass sich keine weiteren Personen mehr im Gebäude befanden.
Der Brandherd konnte durch den Wassertrupp des HLF im Keller gefunden und mit einem C-Rohr bekämpft werden. Nach circa 20 Minuten konnte „Feuer unter Kontrolle“ gegeben werden. Mit zwei Lüftern wurde das Gebäude belüftet. Vor dem Gebäude standen je ein Sicherheitsrupp des LB 23 und der BF, sowie ein weiterer Reservetrupp bereit.
Nachdem das Treppenhaus rauchfrei war, konnten auch die beiden Personen im Dachgeschoss ihre Wohnung verlassen und sich zu einer Kontrolle in die Obhut der Notärztin geben.
Wie sich dann herausstellte, wurde durch das Feuer eine Wasserleitung beschädigt, aus der Wasser austrat. Das Gebäude wurde stromlos geschaltet und die Wasserzufuhr im Keller abgedreht. Für die Nachlöscharbeiten wurden weitere Trupps unter Atemschutz eingesetzt.
Zwei Personen wurden vom Rettungsdienst ins Krankenhaus zur genaueren Untersuchung transportiert. Die anderen Bewohner kamen bei Freunden und Verwandten unter. Das Gebäude ist zurzeit unbewohnbar.
Zur Brandursache können derzeit keine Angaben gemacht werden.
Die gute Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte waren ausschlaggebend für den raschen Einsatzerfolg. Die sich im Gebäude befindlichen Rauchmelder waren mit Sicherheit die Lebensretter der Bewohner, die hierdurch frühzeitig gewarnt wurden.