Auftritt bei Dorfgemeinschaftsabend 2011

Veröffentlicht am: 20.11.2011

SR. Dass wir am Dorfgemeinschaftsabend einen Beitrag leisten würden, war im Vorfeld eigentlich klar. Nur stand bis kurz davor noch nicht fest, wie und auf welche Weise wir uns präsentieren würden.
 
Eines Abends ergab sich dann spontan die Entscheidung es auf der Bühne der Festhalle einmal mit wilden Tieren zu versuchen. Was blieb war die Frage „Woher nehmen wir wilde Tiere und vor allem welche?“ ... Wir landeten bei all unseren Überlegungen schließlich beim Federvieh, schauten uns an und waren uns einig: Wildvögel! Doch wo sollten sie untergebracht werden und wer würde sie trainieren?
Es fanden sich elf tierliebe Feuerwehrangehörige darunter auch den ein oder anderen Profi in Sachen Federvieh. So waren wir sicher, dass nicht allzu viel schief gehen würde, zumindest beim Training. Allein der Faktor Zeit ließ uns immer wieder nervös auf den Termin des Dorfgemeinschaftsabends schielen. Es blieb nur sehr wenig Zeit!
 

Wenig später war es soweit und der Jugendfeuerwehrraum wurde zum Hühnerschlag umfunktioniert.  
Mit großer Aufmerksamkeit widmeten wir uns nun mehrmals in der Woche der Gefiederpflege und der Gewöhnung der farbenfrohen Hühner an ihre Menschen. Erste Erfolge waren zu verbuchen und ein zarter Schimmer Hoffnung zog auf, dass wir doch noch pünktlich zum Dorfgemeinschaftsabend einen schönen Beitrag leisten können würden.
 
Während des Übens blieb es natürlich nicht aus, dass man Kompromisse finden musste und dass Tier und Mensch sich aufeinander einlassen mussten. Die Begeisterung der Teilnehmer bei den Proben war jedenfalls ungebrochen und so kam es immer wieder vor, dass das ein oder andere Huhn dabei auch Federn ließ.
Das medizinisch gut geschulte Personal unserer freiwilligen Feuerwehr war auch hier in der Lage schnell und gezielt erste Hilfe zu leisten.
Es wurden Choreographien erarbeitet, die von A wie "alles easy" bis Z, "ziemlich schwer" reichten. Durch die fast täglichen Proben blieb es nicht aus, dass manch einer gewaltig unter ausgewählten Ohrwürmern litt. Unsere Hühner waren uns hier trotz ihrer Vorliebe für wendige Weichtiere keine besondere Hilfe und wir konnten zusehen, wie wir mit diesen Ohrwürmern fertig wurden.
 

Am Samstag gegen 19 Uhr war es dann endlich soweit für die elf Feuerwehrkameraden und Kameradinnen samt den Hühnern. Wir trafen uns am Feuerwehrgerätehaus und schauten, ob es unseren gefiederten Freunden soweit gut ging.
Pünktlich zu Beginn der Veranstaltung fanden wir uns mit der freiwilligen Feuerwehr in der Festhalle ein. Gespannt verfolgten wir die Darbietungen der einzelnen Akteure. Um 21 Uhr zogen sich dann die elf Kameraden zurück, um letzte Vorbereitungen zu treffen und die Tiere transportfertig zu machen. 
Schließlich richteten wir unsere Hühner her und betraten die Bühne. Gegenseitige Hilfe war unumgänglich, wollten wir doch pünktlich mit der Show beginnen.
 


Eine Hauptsorge blieb bis zum Schluss: Würde es das Publikum akzeptieren, wenn man es ihnen verbot, Fotos von den wilden Tieren zu machen? Die Hühner hatten zwar in den letzten Tagen viel mitgemacht aber in Anbetracht der Tatsache, dass sie Fotoapparate und Blitzlichter nicht kannten konnten wir uns ja nicht sicher sein, wie sie sich dann auf der Bühne verhalten würden. Wir einigten uns also darauf, bei der Ansage unseres Auftrittes darauf hinzuweisen, dass kein Blitzlicht verwendet werden sollte, um die Tiere nicht zu erschrecken.
 
Nach der Ankündigung unseres Auftrittes erklangen die ersten Takte unserer Musik und mit diesen ersten Takten verflog dann auch jede Aufregung, die in volle Konzentration auf den Takt und die einstudierten Bewegungen über ging. Neben schnellen Wechseln mussten alle auch möglichst synchron tanzen, was bisweilen den ein oder anderen viele Nerven gekostet hat. Das Proben hat sich jedenfalls für uns alle gelohnt, denn wir wurden am Ende der Darbietung mit tosendem Applaus von der Bühne verabschiedet.
 


Als schließlich sogar eine Zugabe gefordert wurde, konnten am Ende der Zugabe sowohl die elf Kameraden als auch die elf Hühner aufatmen. Der Auftritt war ein voller Erfolg!


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