Pokalwettbewerb 2011 der JF Saarbrücken

Veröffentlicht am: 23.09.2011

Alle zwei Jahre findet der Pokalwettbewerb der Jugendfeuerwehr Saarbrücken statt. In einer Art  Wanderrallye müssen insgesamt acht Disziplinen von den Gruppen absolviert werden. Hier geht es zum Teil um feuerwehrtechnische und auch um spielerische Disziplinen. Zu gewinnen gibt es neben den normalen Pokalen den begehrten Wanderpokal. Dieser ist in Form der Jugendflamme aus Guss gegossen worden.
  
Am Samstag, 17. September war es wieder so weit. Der Pokalwettbewerb fand in Güdingen statt, weil die Jugendfeuerwehr Güdingen der amtierende Titelverteidiger war.

Um 08:00 Uhr trafen sich die Wertungsrichter, um letzte Absprachen zu treffen. Die erste Gruppe startete um 08:50 Uhr. Insgesamt waren es in diesem Jahr 18 Gruppen. Die Strecke verlief links und rechts entlang der Saar. Jede Gruppe wurde mit dem Schlauchboot von der rechten auf die linke Saarseite übergesetzt.
An der ersten Station wurde das theoretische Wissen der Jugendfeuerwehrmitglieder auf die Probe gestellt. In einem Gruppengespräch mussten 15 Fragen zur Feuerwehr beantwortet werden. Als nächstes kam die Erste Hilfe. Hier musste jeder die stabile Seitenlage vorführen und auch verschiedene Fragen zur Ersten Hilfe beantworten.

Nach dieser Station wurde die Saarseite gewechselt. Auf der linken Saarseite angekommen, fand die Cola-Kasten-Rallye statt. Eine Strecke von zehn Metern musste hier mit drei leeren Kisten von jedem Gruppenmitglied überwunden werden, ohne den Boden mit den Füßen zu berühren. Als nächstes, in Höhe der Güdinger Schleuse, wurde ein Umschlag gezogen, auf dem vier Knoten standen, die an einem Geländer gemacht werden mussten.
Nach den Knoten konnten die Gruppen beim Alarmspiel zeigen, wie schnell sie später bei der aktiven Wehr sind. Hier mussten sich drei Gruppenmitglieder auf Zeit nacheinander mit Einsatzkleidung, bestehend aus Einsatzstiefel, -hose, -jacke, Helm und Handschuhe, ausrüsten.
Nach dem Alarmspiel ging es zur Anlegestelle. Hier fand ein Gerätememory statt. Innnerhalb von 30 Sekunden musste man sich 20 Feuerwehrgeräte ansehen und merken. Dann hatten sie wieder zwei Minuten Zeit, um möglichst viele Geräte wieder aufzuzählen.
Von der Anlegestelle ging es auf den Festplatz. Hier waren zwei Stationen aufgebaut. Die Schnelligkeitsübung und der Löschangriff.
Bei der Schnelligkeitsübung mussten auf Zeit drei C-Rohre ab Pumpe vorgenommen werden.
Der Löschangriff wird nach FwDV 3 durchgeführt. Da die Gruppen nur aus sechs Teilnehmern bestehen, kann nur ein Löschangriff mit Staffel durchgeführt werden. Auch hier wird ab TS (Tragkraftspritze) aufgebaut, aber nur zwei Rohre vorgenommen.
Am Gerätehaus Güdingen trafen die Gruppen dann nach und nach wieder ein. Als Mittagessen gab es Nudeln mit Hackfleisch,- bzw. nur Tomatensoße. Außerdem wurden Rostwürste angeboten.
 
Der Pokalwettbewerb findet auf einer fairen Basis statt. Um den jüngeren Gruppen auch eine Chance zu bieten, gibt es deshalb eine Altersregelung. Diese sieht vor, dass das Höchstalter der Gruppen 85 Jahre sein darf. Für jedes Jahr, das drüber ist, startet die Gruppe mit einem Minuspunkt. Für jedes Jahr darunter, mit zwei Pluspunkten, maximal jedoch 50 Punkte.
Gegen 16:00 Uhr fand dann die Siegerehrung statt.
In diesem Jahr schaffte es die Jugendfeuerwehr Güdingen leider nicht, den Titel zu verteidigen. Sie belegte den zweiten Platz. Erste wurde die Jugendfeuerwehr aus Klarenthal.
Der dritte Platz ging an Jugendfeuerwehr Ensheim.
Das heißt, dass in zwei Jahren der nächste Pokalwettbewerb in Klarenthal stattfindet.


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