Feuerwehr und Rettungsdienst üben gemeinsam

Veröffentlicht am: 12.05.2017

Dass man nur durch Üben weiter kommt, ist ja hinreichend bekannt. Wir als Hilfsorganisationen sind täglich unvorhersehbaren Unfallsituationen ausgeliefert. Dann wird, verständlicherweise,  professionelle Hilfe erwartet, die dann von Null auf Hundert mit all seinen Facetten abzurufen ist , um dem Hilfeersuchenden diese zukommen zu lassen.

Solch eine Übung haben wir nun am gestrigen Donnerstag durchgeführt. Als Einsatzlage wurde ein Verkehrsunfall angenommen, bei dem zwei Personen in dem nach Überschlag massiv deformierten PKW eingeklemmt und verletzt wurden. Als Partner der Übung, konnten wir den für unseren Ausrückbereich zuständigen Rettungsdienst (Arbeiter Samariter Bund – OV Saarbrücken) gewinnen.  
Auch Sie hatten hohes Interesse an der sehr realistischen Übung mitzuwirken. Aktuell läuft eine Fortbildung zum Notfallsanitäter,  da kam die Übung gerade richtig, sodass die Ausbilder dies zum Anlass nahmen ihre Azubis unvermittelt in dieser komplexen Lage zu fordern.

Die Verletzten wurden durch Mimen gespielt und mit einem individuellen Verletzungsmuster geschminkt. Eine sogenannte Pfählungsverletzung (hierbei dringt ein Fremdkörper durch den Körper eines Menschen hindurch), forderte nicht nur die Rettungsdienst-Azubis, sondern auch die Feuerwehrkräfte mussten sich etwas überlegen, die missliche Lage patientenorientiert zu lösen.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten gemäß verschiedener Einsatzgrundsätze und Vorgehensweisen die Lage in den Griff bekommen. In vorangegangenen Übungsstunden wurde diese taktischen und technischen Elemente vermittelt. Nun mussten sie zielführend angewandt werden. Übungen sind natürlich auch da, um Fehler machen zu dürfen, welche im Anschluss konstruktiv aufgearbeitet werden müssen, um sie im Einsatzfall nicht mehr zu machen. Aus Fehlern lernen!

An der Übung nahm unser Löschbezirk mit beiden Einsatzfahrzeugen und 20 Einsatzkräften teil.  Vom Rettungsdienst  nahm ein Rettungswagen, ein Krankentransportwagen des ASB OV Saarbrücken, mit sechs Einsatzkräften teil. Hinzu kamen noch etliche Beobachter hinzu. So verfolgte unser Löschbezirksführer, der neu gewählte Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Saarbrücken, die Pressestelle des ASB Landesverbands, sowie weitere Mitglieder beider Organisationen das Geschehen.

Der Löschbezirk nahm diese Übung zum Anlass, die Maßnahmen der technischen Unfallrettung einsatznah zu trainieren. Ende des Monats lassen wir uns von zwei Ausbildern, unseres Geräteherstellers der hydraulischen Rettungsgeräte, weiterschulen. Die Firma Weber-Rescue bietet diese speziellen Seminare an. Wir sind gespannt und lassen uns überraschen.

Ein besonderer Dank gilt aber den Unterstützern, ohne die solch eine Übung nicht möglich wäre. Das bedeutet es müssen Schrottfahrzeugen besorgt, transportiert und hergerichtet werden. Hier möchten wir uns ausdrücklich bei den Firmen, WALDI Entsorgungsfachbetrieb, ABSCHLEPPDIENST Weisgerber und WOLFF Bau bedanken. Sie haben immer ein offenes Ohr für die Belange der Feuerwehr Güdingen. 

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